Marcolinihaus in Moritzburg, Malereien im Haupthaus

Freilegung der Figürlichen Malereien im Tafelzimmer

 

Das Marcolinihaus verdankt seinen Namen seinem ursprünglichem Eigentümer Camillo Graf Marcolini – Ferretti (1739-1814), der als sächsischer Minister und Generaldirektor der Künste unter Kurfürst Friedrich August III diente. Der als Wirtschaftsgebäude genutzte und später als Oberförsterei ausgebaute Gebäudekomplex liegt auf dem Gelände des Moritzburger Fasanenschlösschens.

Maßnahmen

 

Im Mittelpunkt der Konzepterarbeitung stand die Erprobung verschiedener Möglichkeiten der Freilegung mit nachfolgender Stabilisierung der Malerei. Teilbereiche der Malerei ließen sich nur unter erheblichen Zeitaufwand und mit hoher Sensibilität freilegen. Bei den getesteten Freilegetechniken waren die mechanischen Verfahren am erfolgreichsten und kamen für die  Bearbeitung der oberhalb des Ölsockels befindlichen Bereiche zur Anwendung. Die z.T. direkt auf der Malereioberfläche liegende Ölfarbe des Sockels wurde in mühevoller Arbeit mittels Lösemittelkompressen abgenommen.

Bearbeitungszeitraum: November 2009 bis Januar 2010

Auftraggeber: Eigentümer Sylvio Stelzer

Auftragnehmer: Dipl. Restaurator Martin Lehmann, Dresden

in Zusammenarbeit mit der HfBK Dresden, Studenten der Fachklasse für Konservierung von Wandmalerei

 

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