Denkmalschützer geben private Einblicke

 

Rabenstein: Burg und Umbebung stehen im Mittelpunkt des Tags des Offenen Denkmals am Sonntag

von steffen jankowski

 

Sie wurde im Jahr 1375 an das Kloster zu Chemnitz verkauft, elf Jähre später von Leisniger Burggrafen erobert und erlebte auch dannach häufige Besitzerwechsel mit Waffengewalt: Die Burg Rabenstein ist prädestiniert für den Tag des offenen Denkmals am Sonntag. Denn in diesem Jahr heißt das Motto des bundesweiten Denkmaltags „Krieg und Frieden." Ah 10 Uhr erwartet Oberrabenstein die Freunde historischer Bauten; der Verein Lebenshilfe bietet bis 21 Uhr Spiel, Spaß und Unterhaltung für die gesamte Familie im Schlosshotel.

Der Wechsel von Kriegs- und Friedenszeiten sei für die Entwicklung der Architektur von großer Bedeutung, weiß Kulturamtsleiterin Petra Borges. Den Bauwerken machen jedoch nicht nur Zerstörungen durch Menschenhand zu schaffen; auch der „Zahn der Zeit" und Umwelteinflüsse hinterlassen ihre Spuren. Deshalb erläutern die Diplomrestauratoren Kerstin Förster und Martin Lehmann am Sonntag in der Burg die Sicherungsarbeiten an den Wandmalereien:„Wir haben die Malereien auf die Zeit von 1590 bis 1630 datiert. Sie sind neben denen in der Ebersdorfer Stiftskirche die einzigen in Chemnitz", hebt Thomas Morgenstern als Leiter des Denkmalamtes der Stadt hervor. [...]

 

Restaurator Martin Lehmann (hier mit Praktikantin Lydia Dietrich) erläutert zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag auch die Sicherung der Wandmalereien im Saal der Burg Rabenstein.

 

Foto: A. Seidel

 

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