Entwicklung einer Methode zur Beurteilung des kapillaren Saugverhaltens sensibler Wandmalereioberflächen

 

Das kapillare Porensystem mineralischer Gefüge und seine Fähigkeit Flüssigkeiten zu transportieren ist bei der Beurteilung von Schadensprozessen von übergeordneter Bedeutung. Beim Eintrag von Konservierungsmaterialien verändert sich der Porenraum und damit das Saugverhalten der Baustoffe. Mit der Erfassung des kapillaren Saugverhaltens ergibt sich die Möglichkeit einer Bewertung durchgeführter Konservierungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Porenstruktur und die Beeinflussung sorptiver Austauschprozesse.

Zur Erfassung des Saugverhaltens poröser Oberflächen am Objekt sind in der denkmalpflegerischen und konservatorischen Praxis mehrere Methoden bekannt, die als zerstörungsfreie Verfahren in der Vergangenheit allgemeine Anerkennung und Anwendung fanden. Ihr Einsatz ist jedoch bei der Beurteilung von Wandmalereioberflächen nur bedingt möglich, da oftmals eine Befestigung des Prüfgeräts erforderlich ist oder bestimmte Anforderungen praktisch nur schwer umzusetzen sind. Aus diesem Grund wurde ein Verfahren entwickelt, das eine schnelle und einfache Erfassung kapillarer Eigenschaften sensibler Oberflächen ermöglicht. Dabei flossen Maßgaben bekannter Verfahren ein und wurden entsprechend der geforderten Belange modifiziert.

 

(Eine Veröffentlichung zum Verfahren wird in Kürze erscheinen)

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